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Haus S., Potsdam-Rehbrücke, 2017–19

Fotos: Maximilian Meisse

Umbau und Erweiterung eines Wohnhauses von 1890 in Potsdam-Rehbrücke, Fertigstellung 2019

Ein bestehendes Wohnhaus von 1890 in der Art der in Brandenburg vielfach anzutreffenden Kolonistenhäuser sowie eine Remise sind auf einem schmalen, sehr langen Grundstück situiert, das von der erschließenden Straße aus gesehen die vier nach dem Baugesetz definierten Flächenarten aufweist: gültiger B-Plan mit GRZ-Beschränkung, Innenbereich, Außenbereich und Landschaftsschutzgebiet.

Das Vorderhaus wurde umgebaut und saniert, die Remise in Wohnraum verwandelt und beide Teile mit einem Neubau verbunden. Die Gesamtanlage erreicht KfW 55-Standard (Vorderhaus und Neubau Außendämmung, Remise Innendämmung) und enthält eine Wohneinheit für eine fünfköpfige Familie mit Gästezimmer und Aupair-Wohnung. Mit einer Trennwand im Neubau kann die Anlage in zwei vollständige Wohneinheiten geteilt werden. Durch die Wahl gebrauchter Originalmaterialien (Ziegel im Reichsformat, historische Eichenbalken, historisches Babelsberger Straßenpflaster) verbindet sich der Neubau mit den Bestandsgebäuden. Außen- und Innenräume werden geometrisch und durch Materialwahl miteinander verzahnt.

Der lange Gang zwischen Vorderhaus und Remise, an dem Eingänge und Küche liegen, erfährt eine scheinperspektivische Verzerrung. Vom Vorderhaus aus betrachtet erscheint der Gang länger und verweist auf die Länge der Grundstücksparzelle, im Blick zurück vom Wohnbereich in der Remise aus gesehen rückt das Vorderhaus mit den Schlafräumen dagegen näher.
 

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Wohnquartier Hellwinkel, Wolfsburg, 2016

Mit Lohmann Architekten (Rotenburg/Wümme).
Renderings: Michael Ullrich, Hamburg

Investorenauswahlverfahren
Wohnquartier Hellwinkel Wolfsburg, Baublock B
1. Preis

In Realisierung.
Idee und Gebäudekonzept
Mit der vorgeschlagenen Bebauung im Wohnquartier Hellwinkel sollen städtische Etagenwohnungen entstehen, die dem Bedürfnis nach Natur und grünen Nutzflächen in der Stadt mit Qualitäten nachkommen, die sonst nur Einzelhäuser im Grünen bieten. Alle Wohnungen verfügen über integrierte Grünbereiche in Form von Patiogärten bzw. begrünten Loggien und Energiegärten, die sich zur Anpflanzung von Nutz- und Zierpflanzen eignen.

Freiraum und äußere Gestalt
Gestaltprägendes Bild nach Außen sind zweigeschossige nach Süden, Westen und Osten ausgerichtete loggienartige Fassadeneinschnitte, die sich in einen tiefen unteren Terrassenbereich mit integrierten Pflanztrögen und einen nur halb so tiefen oberen Energiegarten gliedern. Durch die Tiefenstaffelung bleibt die Besonnung der Außenflächen wie der Wohnungsinnenräume trotz großzügiger Abmessungen der Loggien gewährleistet.

Gebäudestruktur
Der Aufbau aus einem zugrunde liegenden Modul gewährleistet eine maximale Flexibilität bezüglich Anzahl, Größe und Typologie von Wohnungen. Die zugrunde liegende Gebäudestruktur ermöglicht Ein- bis Fünfzimmerwohnungen als Etagen- oder Maisonettewohnungen.

Wohnungen
Dem modulartig gegliederten Gesamtaufbau entsprechend basieren die Grundrisse der Wohnungen auf durchgesteckten Einheiten, die untereinander verbunden und in sich unterteilt werden können. Innenräume und außenliegende Loggien- bzw. Gartenbereiche werden durch gemeinsam umgreifende Raumumfassungen miteinander verbunden. Der Innenraum erhält so Außenraumqualität, die Außenräume umgekehrt Innenraumqualität.
 

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Sanierung der Schulen des deutschen Buchhandels, Frankfurt-Seckbach, 2007

Schluppkotten Schubert Architekten
Fotos: Stefan Müller

Sanierung eines Gebäudeensembles von Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann von 1962
Fertigstellung 1. Bauabschnitt 2007

Im Zuge der energetischen Sanierung musste zwar das sichtbare Mauerwerk aufgegeben werden, dafür wurde die ursprüngliche Konzeption wieder sichtbar, die unabhängige Flächen vorsah, die zu ihrer einen Seite körperliche Kubaturen, zur anderen Seite definierte Zwischenräume konstituieren. Außenbündige Fenster (die im Innern die Dicke der Dämmschicht mit tiefen Holzrahmen anzeigen), unabhängige Behandlung der Einzelflächen durch leicht unterschiedene Putzfarben (weiß/hellgrau) und partielle Holzverkleidungen (dem Originalzustand folgend) dienen der „Flächenaktivierung“. Eingangsbereiche und Außenbereiche erfuhren eine Aufwertung durch an den Originalentwurf angelehnte Elemente aus Stahl und Holz (Vordach mit integrierter Sitzgelegenheit, Dachterrasse).

 

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Umbau und Sanierung Wohnhaus Salzunger Pfad 15, Berlin-Lichterfelde, 2001–2003

Mit Bettina Müller-Hermelink

Umbau und Sanierung eines Reihenhauses von 1930
Fertigstellung 2003

Das Gebäude wurde im Erdgeschoss komplett entkernt und der kleinteilige, beengende Grundriss durch eine dynamisierte, windmühlenartig organisierte Raumaufteilung ersetzt. Ein Durchbruch in der tragenden Treppenhauswand ermöglicht zusätzlich den Rundgang durch alle Räume. Die „Wand“ zwischen Esszimmer und Wohnzimmer ist als gläserne Vitrine ausgeführt, beide Räume sowohl trennend wie verbindend. Großzügige Offenheit wird mit der dem Haus entsprechenden Kleinmaßstäblichkeit verbunden.
Die Vitrine nimmt gleichzeitig ein wesentliches Gestaltungselement des Bestandsgebäude auf: das klassische Berliner Kastenfenster. Im Grunde handelt es sich um ein weiteres, nur größeres Kastenfenster. Sprossenaufteilung, Materialität und die gesamte maßliche Dimensionierung und Profilierung entspricht exakt den vorhandenen Kastenfenstern; einzig Gesamtgröße und Tiefe unterscheiden sich.
Durch die analoge Ausführung tritt ein merkwürdiger Effekt ein. Vom Wohnraum aus gesehen erscheint der Essraum gleichsam durch eine Fassade betrachtet außen zu liegen; umgekehrt erscheint vom Essraum aus betrachtet der Wohnraum außen zu liegen . Durch diese Umkehrwirkung werden letztendlich Vorgarten und Garten als zugehörige „Innenräume“ lesbar. Es entsteht ein Raumkontinuum aus wechselweise als Innen wie Außen wahrgenommenen Bereichen, ohne dass in die denkmalgeschützte Außenhaut des Baukörpers eingegriffen werden musste.